Planungshorizont für Multifunktionshalle Minden - Kreis- Sondersitzung 26.11.2014 zum Sanierungsfall Kampa-Halle

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Kurzinfo von der Kreis-Sondersitzung 26.11.2014 zum Sanierungsfall Kampa-Halle
(Gemeinsame Sitzung des Ausschuss Bauen/Energie/Umwelt/Verkehr und Ausschuss Sport/Kultur/Tourismus)

Planungshorizont für Multifunktionshalle Minden

Nachdem die Kreispolitik durch Landrat Niermann lange Zeit lahmgelegt worden war, sind nun in einem nahezu unglaublichen Hauruckverfahren die Beschlüsse umgeändert worden. Während unter Verantwortung von Landrat und Baudezernenten in der vorherigen Sondersitzung am 22.9.2014 die Planung für einen Masterplan zur Sanierung der Kampa-Halle nahezu unantastbar vorgetragen und beschlossen wurde, rückt dies nun als Plan-B in den Hintergrund. Der Plan-A ist laut einstimmigen Beschluss der nun zweiten Sondersitzung vom 26.11.2014, dass die Chancen und Möglichkeiten eines Neubaus in den Vordergrund gestellt werden.

Zuerst mussten sich alle wiedereinmal eine lange Rüge und Maßregelung gegenüber der seit Juni 2014 angemeldeten Fraktion FWG/Piraten anhören, dass diese auf ihrem Briefkopf die Bezeichnung Fraktion nicht führen dürfe, da der Landrat den Fraktionsstatus nicht zuerkannt habe.

Insofern etwas vorgewarnt erläuterte Matthias Beier: “Wir haben als angehende Kreistags-Fraktion AfD und UB-UWG schon sehr schnell unser Positionspapier für den Neubau einer Veranstaltungshalle herausgebracht. Als möglichen Standort präferieren wir darin den Hauptbahnhof Minden.”

Gelegentliche skeptische Zwischenfragen gab es allerdings auch. Ob die Stadt Minden ein solches Zugehen des Kreises überhaupt durch genügend Engagement rechtfertige, wurde gefragt. Es wurde gefragt, ob zwei Kreis-Immobilien möglicherweise kostenträchtiger seien. Die Zustimmung aller konnte damit erreicht werden, dass möglichst bald eine Machbarkeitsstudie auf alle Fragen und Aspekte geeignete Antworten liefern soll.

Auch nachgefragt wurde, welche Kostenabstufungen sich nun real einstellen würden. Hierzu formulierte Kreisbaudezernent Striet letztlich folgende Antwort: “Statt einer 6 Millionen EURO umfassenden Sanierung, rechnen Sie jetzt nur 1,5 Millionen EURO. So blieben uns hier 4,5 Millionen EURO erspart.”
Dazu hatte Matthias Beier (UB-UWG) allerdings etwas anderes beobachtet: “Mir ist aufgefallen, dass bei der jetzigen Besichtigung und dem Rundgang seitens der Brandschutzfachleute die 40 Sanierungspunkte nicht sortiert und strukturiert werden können. Diese haben keine Antwort parat, welche Sanierungspunkte bei lediglich Fortführung als Schulsporthalle vonnöten wären.” (Dies seine Worte in der Sitzung!)
Insofern geht die Kreistags-Fraktion AfD und UB-UWG davon aus, dass die Brandschutzsachverständigen und Architekten den falschen Auftrag erhalten haben. Deren Auftrag sah eine abstufende Herangehensweise gar nicht vor. Insofern kann man von einem Wunder sprechen, dass in allerletzter Sekunde das Steuer noch herumgerissen werden konnte. Wärend die neue Kreistags-Fraktion AfD und UB-UWG am 22.9.2014 sich noch als gegen den Strom schwimmend sah, konnte Markus Wagner (AfD) nunmehr am 26.11.2014 dem umgeänderten Beschluss auch zustimmen: “Der jetzige Beschlusstext ist nun völlig in Ordnung, denn die Machbarkeitsprüfung für einen Neubau ist schliesslich auch unser Wunsch.”

Internet:

www.fraktion.afd-ub.de

Press-Release vom 26.11.2014

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